Der übliche Trichter besteht im unteren Bereich aus
einem mindestens 1m langen Schlauch. Damit die oder der Trinkende in der Lage
ist während des Vorganges die Restmenge zu überblicken ist es wichtig, dass der
Schlauch zumindest teilweise durchsichtig ist. Zwingend erforderlich ist das
jedoch nicht.
Der Schlauchdurchmesser ergibt sich automatisch aus dem
Einfüllstutzen des Trichter-Kopfes. Hierbei gilt: Je größer, desto effektiver.
Das Volumen der Speiseröhre sollte nur in geringem Maße überschritten
werden.
Beim eigentlichen Trichter-Kopf varieren die Modelle je nach Quelle
(Baumarkt etc.). Um eine möglichst breitgefächerte Nutzbarkeit des Biertrichters
zu gewährleisten sollte hier ein Mindestdurchmesser 12cm vorliegen.
Physikalisches Prinzip:
Die
Funktionsweise des Trichters basiert vor allem auf dem Prinzip der Schwerkraft.
Durch die Füllmenge des Schlauches ensteht circa ab einem Winkel von 45 Grad ein
gewisser Druck. Hierbei spielen Schlauchlänge und Trichtervolumen eine
elementare Rolle. Je größer das Schlauchvolumen bzw. je voller der Trichter
desto mehr Druck.
Der Ablauf des Trichterns besteht im
Regelfall aus folgenden Phasen:
1.) Füllphase bzw. Einschänken
oder "Aufsetzen": Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass insbesondere
bei Bier nicht übermäßig Schaum ensteht.
2.) Wartezeit bzw. Abstehen oder "Ziehen lassen": Diese Phase dient der menthalen Vorbereitung des Trinkenden und dem Abbau des bei Phase 1 enstandenen Schaumes.
3.) Pre-Trinkphase: Hierbei wird eine
Hilfsperson benötigt. Während der Trinkende auf dem Boden kniet und das
Schlauchende fest mit seinen Lippen umschließt hebt die
Hilfsperson den
Trichter zunächst sehr langsam an. Wenn der Trinkende spürt, dass der
Trichterinhalt an seinem Mund angelangt ist, signalisiert er das mit einem
Handzeichen (z.B. Halten der flachen Hand).
Das Ende der 3. Phase wird durch
den Trinkenden bestimmt. Dieser weist die Hilfsperson mit Handzeichen zu Phase 4
an.
4.) Trinkphase oder "Schlauchen": Nach dem
Handzeichen des Trinkenden (z.B. Heben der Flachen Hand) hebt die Hilfsperson
den Trichter schnell an und stellt einen Winkel von mindestens 45 Grad zum Boden
her. Je nach Schlauchlänge ist hier die Zuhilfenahme eines Stuhles oder
ähnlichem notwendig.
Der Trinkende überstreckt daraufhin blitzschnell seinen
Hals um aus Schlauch und Speiseröhre eine möglichst gerade Linie zu bilden.
Zeitgleich wurden in kurzen Abständen möglichst kräftig geschluckt bis sich kein
Alkohol mehr im Schlauch befindet. Der entstandene Schaum wird in der Regel
nicht mitgetrunken.
5.) Post-Trinkphase: Nach dem Absetzen des Trichters erfolgt im Regelfall heftiges Aufstoßen, welches aus mitkonsumierter Kohlensäure und Schaum resultiert. Häufig tritt unmittelbar nach dem Trichtern ein starkes Übelkeitsgefühl in Verbindung mit Brechreitz (ggf. starkes Völlegfühl) auf. Dieser verschwindet jedoch in den meisten Fällen nach wenigen Sekunden menthaler Stärke. Im Einzelfall gipfelt er jedoch in Erbrechen.
6.) Rauschphase: Nach Beendigung der Phase 5 begiebt sich der Trinkende in eine Ruheposition um durch den, innerhalb kürzester Zeit eintretenden, starken Rauschzustand nicht das Gleichgewicht zu verlieren.
Variationen des Trichters:
Die
uns bekannten Variationen des Biertrichters reichen vom herkömmlichen
Standart-Modell über Versionen mit Schlauchhalter und Ventil (Allein trichtern)
bis hin zu kunstvoll verzierten Eigenbauten wie z.B dem "Funnel Of Lost Souls" oder "Beerhazard"
(auch sog. "Wackentrichter").
Die Franken-Methode:
Die Einwohner des erwürdigen Frankenlandes
bevorzugen eine leicht abgewandelte Methode des Trichterns. Hierbei wird vor dem Trinken
ein Großteil des Bier-Schaumes entfernt. Die Unterseite des Schlauches wird zu Beginn vom Trinker zugehalten.
Durch stetiges Heben uns Senken des Trichterkopfes entweicht schließlich langsam aber sicher der Schaum!
Auf Mengentrunk wird bei der Frankenmethode weniger Wert gelegt, es geht hier vielmehr um Geschwindigkeit