Post-Rolf


Aufstieg und Fall einer Werbeikone
von Mr. Pink
Post-Rolf und Helmut Kohl bei der nationalen Einführung der 5-stelligen Postleitzahlen

Die Postleitzahlen - wohl eine der wichtigsten Zahlenkombinationen der nicht-multimedialen Kommunikation.
Im Jahre 1941 wurden die ersten Postleitzahlen (damalig zweistellig) eingeführt. 1962 (BRD) und 1965 wurden diese durch zwei unabhängige Systeme durch eine vierstellige Postleitzahl ersetzt.
1993 war es dann endlich soweit: Eine Werbekampagne der Post für die neuen fünfstelligen Postleitzahlen gab einer bis dato unbekannten und äußerst erfolglosen Lebensform einen Raketenstart in das Showbuisness - POST-ROLF!!! 

Böse Zungen und Realismus-Junkies behaupten, dass die "Figur" eine Comiczeichnung sein soll... Das G-Hirn-Team hat nach ewigen Recherchen im Underground allerdings die unglaubliche Kurzbiografie dieser Werbeikone ans Licht gebracht und will der begrenzten Leseranzahl dieser überaus kreativen Welt-Weit-Netz Seite den Einblick in die wichtigsten Eckpunkte von Rolfs Leben geben:
Im Jahre 1987 erblickte Rolf in dem überschaulichen Dorf Fingershausen das Licht der Unterwelt.
Der Lebensraum der laufenden Hände befindet sich im streng geheimen Untergrund, dessen Lage nicht veröffentlicht werden darf (Laut gerichtlicher Verfügung von Rolf).

Die Eltern sind nicht bekannt, da Sie nicht in der Öffentlichkeit aufgetreten sind...

Mit 4 Jahren (Die Spezies lebt rund 20 Jahre) entdeckte Rolf im Jahre 1991 sein absolutes Idol. Es handelte sich um das eiskalte Händchen aus der "Addams Family", welches in diesem Jahr gigantische Erfolge auf den Kinoleinwänden feierte.

Kurzerhand entschloß sich Rolf ebenfalls in das Showgeschäft einzusteigen und nahm Schauspiel- und Rapunterricht ("warum Rapunterricht?" fragt sich jetzt der bis zu diesem Punkt gelangene Leser? - Aufklärung kommt später).

Wie und wo der Einstieg in das knüppelharte Geschäft gelingen sollte war Rolf jedoch noch nicht bewusst - schließlich hatte er es mit seinem Erscheinungsbild, dass nicht ganz der Ästhetik eines gut gebauten Männerkörpers entspricht, doch recht schwer, von der Menschheit in das Geschäft eingeweiht zu werden.

Somit dauerte es 2 Jahre (ca. 8 Menschenjahre) bis eine Werbekampagne der zivilisierten Welt ,mit dem Standpunkt in Deutschland, die Möglichkeit für Rolf brachte eine Legende der Werbungsgeschichte zu werden.

In der Zwischenzeit geschah jedoch einiges, da Rolf mit dem zunehmenden Misserfolg zwischen 1991 und 1993 auf die schiefe Bahn gelang:
Crack, LSD, Valium, übermäßiger Alkoholgenuss, Spiel- und Sexsucht, Fußphobie und Fingernagelkauen waren einige der Aktivitäten, die Rolf mit seinen Freunden SickHand und Jipsy durchmachte (so ziemlich genau die Probleme, die der Leser, der sich diese Biografie durchliest zum gegenwärtigen Zeitpunkt auch durchleben muss).

SickHand war ein guter Dealer, der nebenbei ein gut laufendes Handschuhgeschäft leitete und "unter der Hand" auch mal Drogen an seine Freunde verkaufte. Jipsy war hingegen der eher ruhige Pol, der so ziemlich 25 Stunden am Tag konsumierte und außer "Alter, gib mal Gras" nie etwas sagte.

Mitten in dieser Krisenzeit kam dann der raketenhafte Aufstieg: Die irdische Deutsche Post hatte vor, neue, fünfstellige Postleitzahlen einzuführen!
Unmittelbar bewarb sich Rolf, bevorteilt durch seinen absolvierten Unterricht, als Werbefigur für die Kampagne.

Verantwortliche der Post waren zunächst geschockt über die Existenz von Lebensformen dieser Art, bemerkten jedoch den bevorstehenden Erfolg ihrer Werbekampagne mit Rolf an der Spitze...
Um das CIA und sonstige Geheimdienste nicht auf die Spur der Beschäftigung von illegalen Lebensformen kommen zu lassen, wurde in dem Werbevertrag festgelegt, dass Rolf offiziell nur als Comicfigur in den Gehaltslisten und in der Öffentlichkeit geführt und präsentiert wurde.

Was folgte, sollte jedem Fan der unsterblichen Werbelegende bekannt sein... Mit dem Slogan "Fünf ist Trümpf" eroberte Rolf die Herzen der "In-der-Werbepause-schalte-ich-nicht-auf-einen-anderen-Kanal-Fernsehzuschauer".
Da Handys zu diesem Zeitpunkt auch kaum existent waren und jegliche Kommunikation neben der Telefonie mit der Post erledigt werden musste, kam so gut wie kein deutscher Staatsbürger an der Werbekampagne mit Rolf vorbei.

Darüber hinaus bekam ja nun jeder Bürger mit festem Wohnsitz eine neue Postleitzahl, die durch Rolf in mustergültiger Art und Weise präsentiert wurde. Was folgte, waren Plüschimitationen von Rolf, Aufkleber, Fernsehspots und zu guter letzt ein Plattenvertrag... Ja... Ein PLATTENVERTRAG!!! Der Song des einzigen Titels lautete "Postleitzahlen HipHop" und bedeutete für die Post und den nun in der Öffentlichkeit so genannten "Post Rolf" einen Erfolg im Musikgeschäft, der bis dato nur von den Beatles oder anderen namhaften Bands bekannt war. Aus Nostalgiegründen und um einen Teil der Erfolgsgeschichte zu präsentieren schaut euch das Musikvideo des Songs unter folgendem Link noch einmal an:
http://www.dpwn.de/dpwn?skin=hi&check=yes&lang=de_DE&xmlFile=2004813

Nachdem die deutsche Bevölkerung etwas später jedoch an das neue Postleitzahlensystem gewöhnt war, wurde Rolf der Vertrag gekündigt und somit seine Karriere beendet... Rolf war in keiner Gewerkschaft Mitglied, da er schließlich offiziell garnicht existierte (Schon Scheiße, eine gelbe Hand zu sein...)!

Dieses Ereignis gab einen extremen Knick in Rolfs Leben und er konnte in dem Showbiz nie wieder auch nur ansatzweise "Fuß" fassen.

Rolf ging zurück in seine Heimat - den unbekannten Untergrund - und begann eine kriminelle Karriere bei der Handfeuerwaffenmafia, über die die G-Hirn-Redaktion keine genauen Details aus Angst vor standrechtlicher Hinrichtung durch diese kriminelle Organisation preisgeben will.

Rolf flüchtete sich in seine alten Probleme: Drogen, Alkohol, Spielsucht und so weiter.
Das letzte Geld der verdienten Millionen verprasste er in die Förderung seines alten Kumpels SickHand, der mit seinem Handschuhgeschäft Insolvenz beantragte. Doch auch dieses Geld war nach kurzer Dauer weg, da SickHand das gesamte Geld in Crack investierte und nach Schutzgeldschulden bei der Handfeuerwaffenmafia im Jahre 1996 gefünfteilt wurde.

Da der Pleitegeier nun über dem einstigen "Post Rolf" kreiste, gab es keinen anderen Ausweg für ihn, als den Suizid...

Mit einer Schrotflinte beendete Rolf sein kurzes, vorübergehend erfolgreiches Leben im Stile von Kurt Cobain. Vollgepumpt bis unter die Fingernägel legte Rolf an und drückte mit dem Daumen ab, nachdem er den Lauf in die Zeigefingerkuppe richtete.

Du bleibst uns ewig in Erinnerung!!

[OFFIZIELLES POST-ROLF-KONDOLENZBUCH]

R.I.P Rolf (*1987 +1996)

In ewiger Dankbarkeit
Das G-Hirn-Team

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